Technical Discovery & Assessment
Vorlagen und Leitfäden für die rein technische Ist-Analyse beim Kunden.
Organisatorische Abläufe, Lifecycle-Management und Support-Prozesse werden separat in der Processual Analysis erfasst.
Ăśbersicht der Assessment-Bereiche
Workshop-Ablauf
Vorbereitung (intern)
Vor dem Workshop beim Kunden:
- Bestehende Dokumentation vom Kunden anfordern (Netzwerkdiagramme, LizenzĂĽbersicht, etc.)
- Assessment-Vorlage vorbereiten (diese Checkliste ausdrucken oder digital öffnen)
- Teilnehmerkreis klären (IT-Leitung, Systemadministrator, ggf. Netzwerkverantwortlicher)
Workshop durchfĂĽhren (1-2 Tage)
Gemeinsam mit dem Kunden die unten stehende Checkliste systematisch durcharbeiten. Alle Bereiche abdecken — auch vermeintlich offensichtliche Punkte explizit klären.
Gap-Report erstellen
Ergebnisse verdichten: Ist-Stand vs. Soll-Stand (Concat Standard) gegenüberstellen → Gaps identifizieren → Priorisieren (P1-P3).
Ergebnis-Präsentation
Gap-Report dem Kunden vorstellen → Migrations-Roadmap ableiten → Angebot erstellen. Der Gap-Report ist die technische Grundlage für die Migrations-Roadmap.
Checkliste Technische Ist-Analyse
Infrastruktur
Infrastruktur & Endgeräte
Domain & Management
| # | PrĂĽfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Aktueller Domaincontroller-Stand (On-Prem AD, Entra ID, Hybrid?) | |
| 2 | Vorhandene Management-Lösungen (SCCM, Workspace ONE, Matrix42, Baramundi, etc.) | |
| 3 | Existiert eine Inventarisierungssoftware? (z.B. Lansweeper, Docusnap) |
Endgeräte-Bestand
| # | PrĂĽfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 4 | Anzahl und Typen der Endgeräte (Windows, macOS, iOS, Android) | |
| 5 | Aktuelle OS-Versionen (Windows 10 vs. Windows 11 Readiness) | |
| 6 | Hardware-Generationen und TPM 2.0 Status |
TPM 2.0 ist eine zwingende Voraussetzung für Windows Autopilot (Self-deploying / Pre-provisioned), Windows 11 und BitLocker Silent Encryption. Geräte ohne TPM 2.0 müssen im Rollout-Plan gesondert behandelt werden.
Netzwerk & Virtualisierung
| # | PrĂĽfpunkt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 7 | Netzwerk-Topologie (Standorte, VPN, Internet-Breakout, Proxies) | |
| 8 | Existieren VDI / Terminalserver-Umgebungen? (Citrix, RDS, Azure Virtual Desktop) | |
| 9 | Aktuelle M365 Backup-Strategie (z.B. Veeam, AvePoint) |
Gap-Report Vorlage (Technical)
Der Gap-Report fasst die Ergebnisse des Assessments zusammen und vergleicht den Ist-Stand des Kunden mit dem Concat Soll-Standard:
| Bereich | Ist-Stand | Soll-Stand (Concat Standard) | Gap | Priorität |
|---|---|---|---|---|
| Identity | On-Prem AD, PW-Auth | Entra ID Join, Passwordless (WHfB) | Hoch | P1 |
| Devices | SCCM managed, Win10 | Autopilot, Intune, Win11 | Hoch | P1 |
| Security | Sophos AV, User sind Admins | Defender for Endpoint, Windows LAPS | Hoch | P1 |
| Updates | Lokaler WSUS | Windows Autopatch (Ringe) | Mittel | P2 |
| Apps | Manuell installiert / EXE-Setups | Win32 (.intunewin) via Company Portal | Mittel | P2 |
| Data | Logon-Skripte fĂĽr Fileserver (H:) | SharePoint Online & OneDrive KFM | Gering | P3 |
Prioritäten-Schema
- P1 — Foundation: Muss zwingend in Phase 1 des Projekts gelöst werden. Ohne diese Punkte kann der Rollout nicht starten.
- P2 — Optimierung: Sollte im Projektverlauf (Phase 2-3) adressiert werden. Verbessert die User Experience und Sicherheit.
- P3 — Nice-to-Have: Kann nach Go-Live im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Kein Blocker für den Rollout.
Der Gap-Report ist die technische Grundlage für die Migrations-Roadmap und das Angebot an den Kunden. Punkte mit Priorität „P1” müssen zwingend in Phase 1 (Foundation) des Projekts gelöst werden.