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ProjektabwicklungProcessual Analysis

Processual Analysis (Ist-Zustand)

Leitfaden fĂĽr den Prozess-Workshop beim Kunden. Ziel ist es, den aktuellen Ist-Zustand der Mitarbeiter- und Asset-Lebenszyklen zu erfassen und Schwachstellen sowie MedienbrĂĽche zu identifizieren.

Note

Diese Analyse ergänzt das rein technische Discovery & Assessment. Hier geht es um organisatorische Abläufe — nicht um Konfigurationen.


Prozess-Bereiche


Workshop-Ablauf

Teilnehmer identifizieren

Der Prozess-Workshop erfordert andere Teilnehmer als das Technical Assessment:

  • HR / Personalwesen — fĂĽr Onboarding/Offboarding-Prozesse
  • IT-Leitung — fĂĽr Genehmigungsprozesse und Strategie
  • Facility Management / Logistik — fĂĽr Gerätebeschaffung und RĂĽcknahme
  • 1st Level Support — fĂĽr aktuelle Supportprozesse und Pain Points

Ist-Prozesse dokumentieren

Gemeinsam mit den Teilnehmern die unten stehenden Checklisten durcharbeiten. Fokus auf:

  • MedienbrĂĽche identifizieren (z. B. Wechsel zwischen E-Mail, Ticket, Excel, Zuruf)
  • Manuelle Schritte erfassen (Automatisierungspotenzial!)
  • Verantwortlichkeiten klären (Wer macht was? Wer genehmigt?)

Schwachstellen & Quick Wins ableiten

Ergebnisse auswerten: Wo gibt es die größten Reibungsverluste? Welche Prozesse können mit dem Modern Workplace sofort verbessert werden?

Soll-Prozesse definieren

Basierend auf dem Concat Standard die Ziel-Prozesse skizzieren. Diese flieĂźen in die Migrations-Roadmap und die Operations & Support Dokumentation ein.


Prozess-Checkliste

Gerätebeschaffungs- & Lifecycle-Management

Beschaffung & Freigabe

#PrĂĽfpunktIst-Zustand
1Hardware-Standards: Gibt es definierte Standard-Warenkörbe oder werden Bestellungen individuell getätigt?
2Bedarfsanforderung: Wie fordern Mitarbeitende neue Hardware an? (Self-Service-Portal, Ticket, Mail, Zuruf?)
3Freigabe-Workflow: Wer genehmigt Bestellungen (Kostenstellenverantwortlicher, IT-Leitung)? Wie wird das dokumentiert?
4Beschaffungsmodell: Kauf, Leasing oder Device-as-a-Service? Gibt es Rahmenverträge?
Tip

Concat Empfehlung: Standard-Warenkörbe definieren und mit dem Hardware-Hersteller eine direkte Autopilot-Registrierung vereinbaren. Der OEM importiert die Hardware-Hashes direkt in den Kunden-Tenant — das Gerät kann dann per Post direkt an den User geschickt werden.

Inventarisierung & Bereitstellung

#PrĂĽfpunktIst-Zustand
5Wareneingang: In welchem System werden Geräte erfasst? (CMDB, Asset-Tool, Excel?)
6Kennzeichnung: Werden Asset-Tags, Barcodes und Seriennummern lĂĽckenlos gepflegt?
7OS-Deployment: Wie kommt Windows auf das Gerät? (Manuell per USB, PXE-Boot, Autopilot?)
8Zuweisung: Wie wird dokumentiert, welcher User welches Gerät aktuell nutzt?
Important

Soll-Zustand: Mit Windows Autopilot entfällt das manuelle OS-Deployment komplett. Das Gerät wird vom OEM direkt an den User geschickt. Beim ersten Einschalten meldet sich der User mit seinem Firmen-Account an → Autopilot konfiguriert das Gerät automatisch. Siehe Autopilot Profile.

Betrieb & End-of-Life

#PrĂĽfpunktIst-Zustand
9Lebenszyklen: Gibt es feste Austauschzyklen? (z. B. Laptops nach 3-4 Jahren)
10Reparatur & Pool-Geräte: Wie werden Defekte abgewickelt? Gibt es Pufferbestände?
11Rücknahmeprozess: Wie wird sichergestellt, dass Altgeräte physisch in der IT ankommen?
12Datenlöschung: Erfolgt eine revisionssichere Löschung (inkl. Zertifikat/Protokoll)?
13Verwertung: Leasing-RĂĽckgabe, Remarketing, Mitarbeiter-Verkauf oder Verschrottung?
Note

Soll-Zustand: Remote Wipe via Intune → Autopilot-Registrierung bleibt erhalten → Gerät kann direkt an den nächsten User weitergegeben werden. Siehe Runbook: Gerät zurücksetzen.


Ergebnis-Zusammenfassung

Nach dem Workshop sollte fĂĽr jeden Prozessbereich klar sein:

BewertungBeschreibungIcon
AutomatisiertProzess läuft bereits toolgestützt, ggf. nur Migration nötig🟢
Definiert, aber manuellProzess existiert, aber mit Medienbrüchen (Excel, Mail, Zuruf) → Automatisierungspotenzial🟡
Nicht vorhandenKein definierter Prozess → muss im Projekt neu aufgebaut werden🔴

Typische Quick Wins nach dem Workshop

Quick WinAufwandImpact
Company Portal fĂĽr Self-Service SoftwareGeringReduziert Support-Tickets um ca. 30%
SSPR (Self-Service Password Reset)GeringEliminiert Passwort-Reset-Tickets
OneDrive KFM (automatisches Backup)GeringDatenverlust bei Defekten eliminiert
Windows LAPS statt Admin-Rechte fĂĽr UserMittelMassive Verbesserung der Sicherheitslage
Autopilot statt manuelles ImagingMittelGerätebereitstellung von Stunden auf Minuten
Gruppenbasierte LizenzierungGeringLizenz-Management automatisiert
Tip

Die Ergebnisse des Prozess-Workshops flieĂźen direkt in die Migrations-Roadmap und das Design der Operations & Support Prozesse ein. Prozesse mit Bewertung đź”´ sollten als P1-Themen in Phase 1 des Projekts adressiert werden.

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